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Ein kleiner Erlebnisbericht aus Calgary und von der Anreise:

3,2,1,…und der Flieger war in der Luft! Der Air Canada-Flug von Frankfurt nach Calgary(Kanada) war gestartet. Nachdem ich in meinem Komfortsitz platz genommen hatte, wurde ich auch schon gleich von dem sehr netten und zuvorkommenden Personal begrüßt. Ein üppiges Serviceprogramm aus Speisen, Getränken und Kinounterhaltung nahm seinen Lauf. Entspannt landete ich, einen Steinwurf von Europa entfernt, auf dem Flughafen in Kanada.
Tja, zu schön wäre es gewesen, aber manchmal kommt es anders als man denkt:

3,2,1,…und der Flieger war in der Luft! Mit 20minütiger Verspätung war der Air Canada-Flug von Frankfurt nach Calgary(Kanada) gestartet. Nachdem ich mich endlich komplett in meinen Sitz, in der Economyclass, verbarrikadiert hatte, wurde ich, da ich den mittleren Sitz, in der mittleren Reihe belegte, zusätzlich noch von links und rechts von zwei Mitreisenden fixiert. Zu erwähnen wäre hier noch, dass die Dame zu meiner linken, eine schlanke, zierliche Person war, was jedoch unter keinen Umständen bedeutete, dass sie wenig Platz benötigen könnte. Soviel schon vorneweg, mit ihren artistischen Sitzvarianten hatte sie es geschafft, zwischenzeitlich meinen Platz noch einmal um die Hälfte zu reduzieren.
Aber jetzt weiter im Text. Betörender Geruch von Mittagessen strömte in meine Nase, dazu erläuterte mir die Stewardess über Lautsprecher, dass ich eine Vielzahl an Menüs zur Auswahl hätte, aber falsch gehofft. Mein Sitz war nicht nur der mittlere, in der mittleren Reihe, nein, er war dazu auch noch der, in der letzen Reihe und so kam noch genau ein kleines Menu bei mir an. Was wohl mehr eine Zahnlücke gefüllt hatte, als in irgendeiner Weise zu sättigen. Nachdem ich der Flugbegleiterin aufwendig zu verstehen gegeben habe, dass ich noch sehr hungrig bin, kam ein kurzes und knappes „I’m sorry, that’s all!“ als Antwort zurück. Gut nicht verzagen, Gelassenheit bewahren! Es kommt ja immerhin noch eine reichliche Auswahl an Getränken, also musste ich nur viel trinken und mein Hunger würde schon verschwinden! Ähnliches dachte sich wahrscheinlich auch meine, schon am Anfang erwähnte Sitznachbarin, und exte ihren nächsten Gin Tonic. Was über kurz oder lang, dann eine kleine, aber feine Fahne mit sich brachte. Leicht benebelt habe ich gerade noch den Start von „Hidalgo“ mitbekommen. Wenigstens das, großes Kino, also kleine Entschädigung für die vorherigen kleinen Enttäuschungen. Doch auch hier lag ich wieder ganz falsch. Die richtige Bezeichnung wäre: Ein lascher Film mit schnulzigsten Einlagen, Langeweile pur, oder einfach Schlafelixier! Zu diesem Zeitpunkt waren wir ja nun schon eine ganze Weile unterwegs und so langsam müssten die Landevorbereitungen losgehen. Ich tätigte einen kurzen Blick auf die Uhr und musste unter großem Schrecken feststellen, dass gerade Halbzeit war! Ab diesem Zeitpunkt resignierte ich und lies alles folgende ohne Gegenwehr über mich ergehen lassen…!!!
Kleiner Zeitsprung. Ankunft University of Calgary. Hier waren unsere Quartiere untergebracht. Nun folgte eine wirkliche Überraschung. Wir bekamen ein Appartement mit kleiner Kochecke, eigenem Fernseher, gratis Internetanschluss und Telefon. Bedenke, wir waren voll und ganz auf ein Studentenwohnheim eingestellt. Da muss ich sagen, dieses Appartement hängt einige Hotelzimmer ab. In denen ich schon geschlafen habe. Ein kurzer Abstecher ins French Maid(für Calgary-Insider) hatte uns dann für die Reisestrapazen entschädigt. Am nächsten Tag ging es dann aufs Eis. Und hier hält Calgary was es verspricht. Die Halle war die ersten Tage zwar noch ein wenig kalt, aber das Eis war schon am ersten Tag traumhaft schnell! Das gesamte Trainingsgelände(Eishalle, Kraftraum, Sportplätze, etc.) befindet sich auf dem Campusgelände und so bietet es sich an, nach dem Training zum Mittagessen, in den so genannten „food court“ zu gehen, wo wir mit den Studenten zusammen Mittagessen konnten. Durch die vielen Studenten(Nichtsportler) entsteht mal ein ganz anderes Klima, im Vergleich zu anderen Trainingslagern. Hier in Calgary liegt der Schwerpunkt eindeutig auf dem Eistraining, um möglichst viel, technisch auf dem sehr schnellen Eis zu arbeiten. Dazu fahren wir noch ein wenig Rad und was natürlich im Sommertraining nicht fehlt, verbringen wir auch einige Stunden im Kraftraum!